Die Schülerinnen und Schüler des Kolleg/Aufbaulehrganges für Design St. Pölten erweitern ihre praxis- und projektorientierte Ausbildung in den Bereichen Produkt- und Innenraumgestaltung durch regelmäßige Praxisworkshops. Im Rahmen dieser Zusatzmodule stand diesmal das traditionelle Handwerk des Schmiedens in der Werkstätte des WIFI NÖ auf dem Programm.

Nach einer fundierten Einführung in die Arbeitssicherheit, den richtigen Umgang mit Werkzeugen und die Besonderheiten des Materials hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, den gesamten Prozess der Metallbearbeitung selbst durchzuführen. Mit sichtlicher Begeisterung wurde das Eisen zum Glühen gebracht, am Amboss positioniert und mit gezielten Hammerschlägen in Form gebracht.

Der Workshop bot nicht nur einen unmittelbaren Einblick in ein jahrhundertealtes Handwerk, sondern schlug zugleich eine inhaltliche Brücke zur gestalterischen Ausbildung. Die jungen Designerinnen und Designer setzten ihre Kenntnisse in Formgebung, Proportion und Materialwirkung direkt in praktische Werkstücke um. Dadurch wurden Kreativität, räumliches Vorstellungsvermögen und technisches Verständnis gleichermaßen gefordert und gefördert.

„Zusätzlich zur fundierten, projektorientierten Ausbildung wollen wir unseren Schülerinnen und Schülern Lust auf den Erwerb von handwerklichen Fähigkeiten machen”, betont Schulleiter Johannes Zederbauer. Die Verbindung von gestalterischem Know-how und praktischer Fertigungskompetenz sei ein wesentliches Qualitätsmerkmal des Kolleg- und Aufbaulehrgangs für Design und bereite die Absolventinnen und Absolventen optimal auf die Anforderungen der Berufspraxis in der kreativen Wirtschaft vor.

Sandra Grossmann unterhielt sich für die Presse mit unserer Lehrenden Anja Aichinger unter anderem über den aktuellen Wohntrend „Cottagecore“.

Hier geht es zum Artikel: www.diepresse.com/cottagecore-die-digitale-dorfidylle

Wie man aus einem Geschäft eine unverwechselbare Marke kreieren kann, erfuhren unsere Schülerinnen und Schüler des Kolleg/AL für Design am 26.11.2012 im WIFI Niederösterreich. Im Fokus des Vortrags von Günther Berger, Head of Brand Strategy bei ShopConsult by Umdasch, stand die Wichtigkeit des Store Brandings.

„Im immer härter werdenden Wettbewerb sei es ein Gebot der Stunde, sein Unternehmen passend zu positionieren und das Hervorheben des Unverwechselbaren zu unterstreichen,“ so der Shop Consulting-Experte. Store Branding definiert sich dabei als ganzheitliche Disziplin und besteht im Wesentlichen aus drei Bereichen: Strategie, Design und Planung. Genau diesen Themen widmet sich die Tochtergesellschaft der Umdasch Shopfitting Group, die als kreativer Kopf ganzheitliche Konzepte für starke Markenauftritte entwickelt. Kundennamen wie Hugo Boss, Ralph Lauren, Gant, Nike oder Tommy Hilfiger zeigen eindrucksvoll die Bedeutung des Konzerns.

Anlässlich der Vortragsreihe Design – Gesellschaft – Verantwortung, die die NEW DESIGN UNIVERSITY Sankt Pölten in Kooperation mit der HYPO NOE Gruppe im April diesen Jahres gestartet hatte, hielt Professor Frithjof Bergmann am 31.5. eine Lecture zum Thema Designaufgaben für die nächste Wirtschaft und Kultur

Mit Wortgewalt und Nachdruck zeigte der Begründer der New Work Bewegung auf, warum es zum aktuellen Finanzkollaps in Amerika und Griechenland gekommen war und machte deutlich, dass auch Österreich vor allem aufgrund der aktuellen Überschuldung und Finanz-Fehlspekulationen zahlreicher Städte und Gemeinden eine ähnlich schwierige Situation ereilen könnte. Frithjof Bergmann skizzierte auch Wege und Strategien, auf deren Basis sich die globale Krise bewältigt lässt. Seines Erachtens bedarf es – neben dem aktuellen, globalen Wirtschaftssystem – einer zweiten, ergänzenden „neuen Ökonomie“. Dass seine Visionen durchaus realitätsnah sind, belegte Bergmann anhand einer Reihe von Neu-Entwicklungen, die großteils in Amerika bereits mit Erfolg im Einsatz sind.

Da alle Konsumgüter, die die Menschheit produziert, den Nutzern auch Freude bereiten sollen, sind diese laut Bergmann immer auch unter dem Aspekt der ästhetischen Nachhaltigkeit zu gestalten. Damit ermunterte Frithjof Bergmann abschließend alle UnternehmerInnen und DesignerInnen, sich ab sofort mit dem enormen Marktpotenzial auseinanderzusetzen, das die neue Ökonomie bereithält.